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GIS-Lexikon - G

9 Begriffe

GeoJSON

GeoJSON ist ein offenes Standardformat zur Kodierung geografischer Datenstrukturen in JSON (JavaScript Object Notation). Die Spezifikation ist in RFC 7946 definiert und beschreibt die Darstellung von Punkten, Linien, Polygonen und Multi-Geometrien sowie zugehöriger Attribute. Das Format wurde 2008 eingeführt und wird von Web- und GIS-Tools breit unterstützt. Ein GeoJSON-Dokument hat ein Wurzelelement vom Typ FeatureCollection, das ein Array von Feature-Objekten enthält. Jedes Feature hat eine Geometry (Point, LineString, Polygon, MultiPoint usw.) und optional ein properties-Objekt für Attribute. Koordinaten sind immer in WGS84 (EPSG:4326), die Reihenfolge ist Längengrad, Breitengrad. Eine optionale bbox (Bounding Box) kann die räumliche Ausdehnung beschreiben. GeoJSON wird in Webkarten, mobilen Apps und REST-APIs häufig verwendet, da es schlank ist und sich in JavaScript einfach parsen lässt. Viele WFS-Dienste können GeoJSON als Ausgabeformat liefern, und Plattformen wie Leaflet und Mapbox unterstützen es nativ. Es eignet sich gut für den Austausch von Vektorlagen zwischen Systemen und für die Anzeige interaktiver Karten im Browser. Vorteile sind u. a. Menschenlesbarkeit im Vergleich zu binären Formaten, kein separater Parser im Browser nötig und breite Tool-Unterstützung. Bei sehr großen Datenmengen kann die Dateigröße ein Nachteil sein; dann werden oft Streaming-Ansätze oder kompaktere Varianten wie TopoJSON genutzt.

Verwandte Begriffe:

VektorWFSFeatureGeometrieKoordinaten

Geokodierung

Die Umwandlung einer Adresse oder eines Ortsnamens in Koordinaten (Breite/Länge). Reverse Geocoding wandelt Koordinaten in eine Adresse um. Wesentlich für Lokationsdienste.

Verwandte Begriffe:

KoordinatenBAGPDOKStandortintelligenz

Geometrie

Die räumliche Form und Lage eines geografischen Objekts: Punkt, Linie, Polygon oder Multi-Geometrie. Geometrie wird zusammen mit Attributen in Vektordaten gespeichert.

Verwandte Begriffe:

AttributFeatureVektorKoordinaten

Geoverarbeitung

Durchführung räumlicher Operationen auf Geodaten, z. B. Puffer, Clip, Schnitt, Union oder Überlagerung. Geoverarbeitung wird in Analyse-Workflows und Automatisierung eingesetzt.

Verwandte Begriffe:

RaumanalysePufferAusschneidenAutomatisierung

Geschäftskontinuität

Die Fähigkeit, GIS-Dienste während und nach Störungen weiterhin bereitzustellen.

Verwandte Begriffe:

disaster-recoverySicherungresilience

GIS

Geoinformationssystem – ein System zur Erfassung, Verwaltung, Analyse und Darstellung räumlicher Daten. GIS verbindet Karten mit Datenbanken, um Standorte, Muster und Beziehungen abzubilden.

Verwandte Begriffe:

AnwendungenWebGISAnalyse

GML

GML (Geography Markup Language) ist ein OGC-Standard auf XML-Basis zur Modellierung, Speicherung und zum Austausch geografischer Daten. Es wird in professionellen GIS-Umgebungen, bei WFS-Diensten und in der INSPIRE-Richtlinie häufig verwendet. GML unterstützt komplexe Schemata, Koordinatentransformationen und umfangreiche Metadaten. Die Struktur von GML ist hierarchisch: Features werden mit Geometrien (Point, LineString, Polygon usw.), Referenzen auf andere Features und Attributen beschrieben. Mehrere Koordinatenreferenzsysteme werden über explizite CRS-Definitionen unterstützt. GML kann einfache und sehr detaillierte Modelle abbilden und eignet sich für Kataster, Netze und 3D. GML wird oft dort eingesetzt, wo Interoperabilität und Standardisierung wichtig sind, z. B. bei Behörden-Daten, INSPIRE-Datensätzen und dem Austausch zwischen GIS-Systemen. WFS 1.1 und 2.0 können GML als Standardausgabe liefern. Für die direkte Darstellung in einfachen Webclients ist das Format wegen der XML-Größe und -Komplexität weniger geeignet.

Verwandte Begriffe:

WFSGeoJSONVektorKoordinatenKRS

Grenze

Eine Linie, die die Trennung zwischen zwei geografischen Gebieten oder Verwaltungseinheiten markiert.

Verwandte Begriffe:

boundarypolygon

Grenzen

Die geografischen äußeren Grenzen eines Datensatzes oder einer Kartenansicht.

Verwandte Begriffe:

extentBegrenzungsrahmenviewport
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